Die typische Anfrage einer DACH-AEO-/SEO-Agentur an ein KMU sieht so aus: 1.500–2.500 € Setup, dann 1.000–2.500 € pro Monat, bei zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Macht im ersten Jahr 14.000–32.000 € — bei oft schwer spezifizierbarer monatlicher Leistung. Bei 1020.dev arbeiten wir bewusst anders: einmalige Setup-Kosten, optionales Monitoring im niedrigen zweistelligen Monatsbereich, Folgeprojekte einzeln statt gebündelt. Hier die ehrliche Diagnose, warum das Abo-Modell für die meisten KMU strukturell nicht passt — und wann es trotzdem Sinn ergibt.
Die Standard-Logik der AEO-/SEO-Agenturen
Was Setup + Abo im DACH-Markt typisch kostet
Aus laufenden Briefings und Konkurrenzangeboten an unsere Kunden sehen wir folgende Bandbreiten für „AEO-/SEO-Pakete":
| Tier | Setup einmalig | Monatlich | Mindestlaufzeit | Erstes Jahr gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 800–1.500 € | 600–900 € | 6 Monate | 4.500–10.000 € |
| Standard | 1.500–3.000 € | 1.000–1.800 € | 12 Monate | 14.000–24.000 € |
| Premium | 3.000–6.000 € | 2.000–4.000 € | 12–24 Monate | 27.000–60.000 € |
Diese Zahlen sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern aus realen Angeboten an Wiener KMU der letzten 18 Monate. Wer im Standard-Tier landet, zahlt im Erstvertrag schnell mehr als für eine vollständige neue Website.
Was im Abo angeblich enthalten ist
Die Leistungsbeschreibungen klingen substantiell: „laufende Optimierung", „Content-Anpassung", „Schema-Pflege", „Performance-Monitoring", „Quartals-Reporting", „Backlink-Aufbau", „Konkurrenz-Analyse". Auf dem Papier 8–15 Bullet-Points pro Monat.
Was tatsächlich passiert
In der Praxis besteht die monatliche Arbeit oft aus:
- 1–2 Stunden Reporting-Generierung (häufig automatisiert)
- 1–3 Stunden Content-Touch-ups oder Rank-Tracking-Reviews
- 0–4 Stunden tatsächlicher Optimierungs-Arbeit
- Der Rest ist Marge auf vertraglich gebundenes Volumen
Bei einer 1.500-€-Monats-Pauschale entspricht das einem effektiven Stundensatz von 150–500 €. Realistisch leistbar bei einem Single-Operator-Studio: 90–140 €. Die Differenz ist Agentur-Overhead — Account-Management, Project-Coordination, Sales-Provision, Standort-Kosten.
Warum das für KMU strukturell nicht passt
Der Großteil der Arbeit ist einmaliges Setup
AEO-Wirkung kommt aus Schema.org-Markup, antwort-orientierter Inhaltsstruktur, LocalBusiness-Implementierung, llms.txt — alles einmalige Implementierungs-Arbeit. Mehr zu den konkreten Hebeln im AEO-Leitfaden 2026 und im FAQPage-Tutorial. Wer einmal sauber implementiert hat, hat die Site auf Jahre vorangebracht. Monatliche Folgekosten wären nur dann gerechtfertigt, wenn die Site kontinuierlich neu aufgebaut wird — was bei 90 % der KMU nicht der Fall ist.
Laufende Optimierung wird zu Monitoring verdünnt
Echte „laufende Optimierung" wären strukturell wirksame Maßnahmen pro Monat: neue FAQs, neue Branchen-Pages, Schema-Erweiterungen, Mention-Aufbau in externen Quellen. Was tatsächlich monatlich passiert, ist meist Monitoring — also Beobachtung statt Veränderung. Monitoring sollte 20–60 € pro Monat kosten, nicht 1.500.
Ausstieg ist teuer kalkuliert
Vertragslaufzeiten von 12–24 Monaten, automatische Verlängerungs-Klauseln, intransparente Kündigungsfristen. Das Modell ist designed, dass der Ausstieg nicht intuitiv passiert. Wer nach sechs Monaten merkt, dass die Wirkung nicht zur Investition passt, sitzt vertraglich weitere Monate fest.
Was AEO realistisch kostet — als einmalige Investition
Bei 1020.dev arbeiten wir mit transparenten, einmaligen Komponenten:
| Komponente | Preis (netto) | Was drin ist |
|---|---|---|
| Basis-AEO | 400–700 € | LocalBusiness-Schema, FAQPage, llms.txt, Basis-Content-Anpassung |
| Standard-AEO | 1.500–2.500 € | Vollständiger Schema-Stack, 10–15 strukturierte FAQs, Content-Refactoring |
| Komplex-AEO | 2.500–4.000 € | Mehrere Branchen-Pages, HowTo-Schema, Person-Schema, Cluster-Vernetzung |
| Monitoring | 20–60 €/Monat | Monatliche Spotchecks, Reporting, optional kündbar |
Ein KMU, das bei einer Standard-Agentur 24.000 € im ersten Jahr zahlen würde, kommt bei uns mit ~3.000 € Setup plus 480–720 € Monitoring (12 Monate) auf rund 3.500–3.700 € im ersten Jahr. Das ist kein Marketing-Trick — es ist die ehrliche Kalkulation für den tatsächlichen Aufwand. Vollständige Pricing-Logik im AEO-Kosten-Artikel.
Folgeprojekte einzeln, nicht gebündelt
Wenn nach sechs Monaten neue Branchen-Pages dazukommen sollen, neue Inhaltsblöcke, eine zweite Sprachversion — dann rechnen wir das einzeln nach Aufwand ab. Sie zahlen für tatsächlich erbrachte Leistung, nicht für ein vertraglich garantiertes Volumen, das die Agentur dann „irgendwie füllen muss".
Wann ein Abo-Modell doch Sinn ergibt
Ehrlicherweise nicht nie. In drei Konstellationen kann ein laufendes Paket passen:
Sites mit kontinuierlicher Content-Pipeline
Wenn Sie wöchentlich neue Inhalte publishen — Blogs, Branchenartikel, Case Studies, News — und diese kontinuierlich SEO-/AEO-optimiert werden sollen, ist ein laufendes Paket strukturell sinnvoller als wiederholte Einzelaufträge. Aber: das ist ein anderes Geschäftsmodell als „AEO-Setup für eine Marketing-Site". Klären Sie vor Vertragsabschluss, was tatsächlich im Paket geliefert wird.
Reputation-sensitive Sektoren
Bei Marken, deren Online-Wahrnehmung kontinuierlich überwacht und korrigiert werden muss (Reputations-Krisen, kontroverse Themen, regulatorisch sensitive Branchen), kann monatliche Engagement notwendig sein. Aber: das ist keine AEO-Optimierung, sondern Reputation Management — und sollte als solches verkauft werden.
Größere Marken mit eigenem Marketing-Team
Wenn die Site zentrales Asset eines mehrköpfigen Marketing-Teams ist und kontinuierlich strategische Anpassungen erfordert. Da fallen die Pauschalen aber meist im 5-stelligen Monatsbereich an — und passen zu Unternehmen, die das budgetär entsprechend abbilden.
In allen drei Fällen sollte die Leistung konkret pro Monat spezifiziert sein: welche Stunden, welche Outputs, welche Reports. Nicht „Optimierung" als Catch-all.
Wie man die Abo-Falle erkennt
Vier Diagnose-Fragen vor Vertragsabschluss:
Vertragslaufzeit prüfen
Welche Mindestlaufzeit? Welche Kündigungsfrist? Automatische Verlängerung? Wenn Sie nach 6 Monaten merken, dass die Wirkung nicht passt — kommen Sie raus, oder zahlen Sie weiter? Seriöse Anbieter formulieren das transparent.
Leistungs-Spezifikation verlangen
Bitten Sie um eine Stunden-Spezifikation pro Monat: wie viele Stunden Schema-Arbeit, wie viele Stunden Content, wie viele Stunden Reporting. Wer das nicht beziffern kann oder will, weiß selbst nicht genau, was er liefert — oder will es nicht offenlegen.
Code- und Daten-Eigentum klären
Wem gehört das Schema-Markup nach Vertragsende? Wem die Site-Konfiguration? Wer die Reporting-Daten? Bei Plattform-basierten Agentur-Setups (eigene CMS, eigene Tracking-Tools) ist Code-Eigentum oft nicht gegeben — und der Wechsel zu einem anderen Anbieter teuer.
Erfolgskriterium vereinbaren
Ab welcher messbaren Schwelle gilt das Engagement als erfolgreich? Citation-Frequenz, Branded-Search-Anstieg, Direct-Traffic, konkrete Rankings? Wenn das nicht messbar definiert ist, gibt es auch keinen Maßstab, an dem die monatliche Leistung sich beweist. Mehr zu DIY-Messmethoden im Sichtbarkeits-Tracking-Artikel.
Was 1020.dev anders macht
Drei Punkte, die unsere Pricing-Logik definieren:
- Einmalige Setup-Kosten, transparent kalkuliert. Ein Onepager kostet ab 700 €, AEO-Optimierung ab 400 €, eine vollständige Mehrseiten-Site mit AEO ab rund 2.500 €. Vollständige Liste auf der Service-Seite. Sie wissen vor Vertragsschluss, was Sie zahlen.
- Monitoring optional und niedrig. Wenn Sie laufendes Monitoring wollen, kostet das 20–60 € pro Monat — abhängig vom Umfang. Kündbar mit einem Monat Frist. Keine Mindestlaufzeit.
- Code und Daten gehören Ihnen. Sie bekommen das Git-Repository, alle Zugänge, vollständige Schema-Implementierung als Code. Wechsel zu einem anderen Entwickler oder zur Eigenpflege jederzeit ohne Migrations-Aufwand möglich.
Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern strukturelle Konsequenz aus dem Single-Operator-Modell. Mehr zur Studio-Logik im Leopoldstadt-Artikel.
FAQ
Heißt das, eure Konkurrenz arbeitet schlecht?
Nein. Es heißt, ein Pricing-Modell mit hohen monatlichen Pauschalen passt zu Agenturen mit Overhead-Strukturen — und das ist legitim. Es passt nur in den meisten Fällen nicht zur tatsächlichen monatlichen Arbeit, die ein KMU-Site braucht. Für sehr große Marken oder Sites mit hohem Content-Volumen kann das Modell sinnvoll sein.
Wie kann 1020.dev so günstig sein?
Single-Operator-Studio ohne Account-Manager, Project-Manager-Layer und Standort-Aufschlag. Alle Stunden fließen direkt in die eigentliche Arbeit. Trade-off: Wir können nicht 30 Projekte gleichzeitig stemmen — bei sehr großen oder sehr eilig zu liefernden Projekten sind klassische Agenturen die richtige Adresse.
Was kostet die laufende Optimierung wirklich?
Realistisch 1–4 Stunden pro Monat bei einer optimierten KMU-Site. Bei einem Stundensatz von 90–120 € sind das 90–480 € pro Monat — falls überhaupt Stunden anfallen. Bei vielen Sites reicht ein Quartals-Check statt monatlichem Touch-up.
Was, wenn ich schon einen 18-Monats-Vertrag laufen habe?
Lassen Sie ihn auslaufen oder verhandeln Sie nach. Vorzeitige Ausstiege bei Vertrags-mit-Mindestlaufzeit sind oft kostspielig. Für die nächste Vertragsverlängerung: nicht automatisch verlängern, alternative Angebote einholen, neu kalkulieren. Auch ein Audit unsererseits ist kostenlos — Sie haben dann eine zweite Meinung zur tatsächlichen Site-Realität.
Wer profitiert vom Abo-Modell tatsächlich?
Agenturen mit hohem Fixkosten-Anteil (Mitarbeiter, Standort, Marketing-Budget) brauchen vorhersagbare laufende Einnahmen. Das ist betriebswirtschaftlich verständlich, aber das Modell wird strukturell oft auf Kunden übertragen, für die es nicht passt.
AEO leistbar zu machen ist keine Marketing-Phrase, sondern eine Pricing-Entscheidung mit konkreten Konsequenzen: einmalige Setup-Kosten statt vierstelliger Monatspauschalen, transparente Stundensätze statt Black-Box-Pakete, Code-Eigentum statt Plattform-Bindung. Wer als KMU AEO ernsthaft betreiben will, sollte vor jedem Vertragsschluss prüfen, ob das Modell zur tatsächlichen Arbeit passt — oder ob es vor allem zur Cashflow-Logik der Agentur passt.
Wenn Sie konkret ein Vergleichsangebot brauchen — oder ein bestehendes Abo überprüfen wollen: Audit ist kostenlos, Erstgespräch per E-Mail oder Termin direkt buchen.