Die ehrliche Antwort: zwischen 700 € und 15.000 €. Diese Spanne ist nicht hilfreich, deshalb folgt unten die strukturierte Auflösung — drei realistische Preisklassen mit konkreten Beispielen, was den Preis im einzelnen bestimmt, und welche Kosten die meisten Wiener KMU vor dem ersten Brief unterschätzen. Wir kalkulieren bei 1020.dev transparent — nicht „auf Anfrage", sondern mit veröffentlichten Bereichen.
Die ehrliche Antwort vorweg — drei Preisklassen
Onepager: 700–1.500 €
Eine schlanke One-Page-Site mit klarer Botschaft, Kontaktformular, Hosting-Setup und SSL. Kein CMS, kein Blog, keine User-Accounts. Inhalte werden vor dem Build geliefert; Updates passieren später per kleiner Wartungspauschale oder einzeln nach Aufwand.
Wann sinnvoll: Selbständige, Berater, Handwerksbetriebe ohne ständigen Content-Bedarf, Restaurants, Pop-up-Projekte, Landingpages für eine konkrete Kampagne.
Was inkludiert ist (Standard-Konfiguration bei 1020.dev): Custom-Design auf Basis Ihrer Brand, Lighthouse-100-Performance, EU-Hosting, SSL, Basis-SEO (Meta-Tags, Sitemap, robots.txt), DSGVO-konformes Setup, eine Revisionsrunde.
Mehrseitige Standard-Site: 2.500–5.000 €
5–15 Unterseiten — Über uns, Leistungen, Referenzen, Blog/News, Kontakt, Impressum. Mit oder ohne Headless CMS (Sanity, Contentful, Markdown-basiert). Strukturierte Navigation, sauberes Routing, Sitemap mit allen Seiten.
Wann sinnvoll: KMU mit klar gegliedertem Leistungsspektrum, Beratungsunternehmen, regionale Dienstleister, Agenturen, Anwaltskanzleien.
Im Bereich 3.000–4.000 € liegen die meisten 1020.dev-Projekte für KMU mit 5–10 Mitarbeitenden. Das ist der Preisbereich, in dem ein Onepager nicht mehr reicht und eine vollwertige Backend-Anbindung noch nicht nötig ist.
Komplexe Site mit Backend: 5.000–15.000 €
Sites mit Datenbank, Auth, Stripe-Integration, internem Tool, mehrsprachigem Content, oder API-Integrationen zu Drittsystemen. Dazu gehören auch Lernplattformen, B2B-Portale mit Login-Bereich, Headless-E-Commerce, oder mehrsprachige Industrie-Sites.
Wann sinnvoll: Wenn die Website mehr ist als Marketing — wenn sie Geschäftsprozesse abbildet. Beispiele aus unserem Portfolio: alpenbroker.com (Aktien-Lernplattform mit Stripe-Integration), asamer.cz (mehrsprachige Industrie-Site mit CEE-Bezug).
Über 15.000 € verlassen wir den klassischen Website-Bereich — das sind dann Software-Projekte, die wir im Automation-Track abbilden.
Was den Preis tatsächlich bestimmt
Anzahl der Seiten
Bei 1020.dev: ab 700 € Onepager, jede weitere Seite ab 250 €. Der Pro-Seite-Preis sinkt mit dem Volumen — 10 Seiten kosten nicht 2.500 € (10 × 250), sondern eher 1.500–2.000 € zusätzlich, weil die zugrundeliegende Architektur einmal gebaut ist.
Custom-Design vs. Template
Template-basierte Sites (auch Custom-Modifikation eines Themes) liegen 30–50 % unter Custom-Design. Der Trade-off: Templates wirken erkennbar als solche, sehen aus wie hunderte andere Sites. Bei 1020.dev arbeiten wir ausschließlich mit Custom-Design — nicht aus Prinzip, sondern weil Brand-Differenzierung für KMU mit höheren Auftragswerten den Aufpreis rechtfertigt.
CMS-Anbindung und Editierbarkeit
Ein „Editor" für nicht-technische Mitarbeitende kostet zusätzlich. Konkret: Sanity, Contentful, Strapi oder vergleichbare Headless-CMS-Setups schlagen mit 800–2.000 € einmaligem Setup zu Buche, plus monatlicher Lizenz (typisch 0–25 € bei kleineren Sites). Die Alternative: Markdown-Files im Repo, Inhalte werden vom Entwickler eingespielt — günstiger, aber nicht selbst-editierbar.
SEO und AEO als Add-ons
Klassisches SEO ist bei jeder seriösen Site Teil der Basis (Meta-Tags, Sitemap, robots.txt, Schema-Basics) — nicht zusätzlich verrechenbar. Was zusätzlich kostet: tiefe AEO-Optimierung mit Schema-Erweiterung, FAQPage- und LocalBusiness-Implementierung, llms.txt, antwort-orientierte Inhaltsanpassung. Bei uns ab 400 €. Mehr zu den Hebeln im AEO-Leitfaden 2026.
Hosting und laufende Kosten
Vercel-Hobby-Tier ist kostenlos und reicht für 90 % der KMU-Sites. Vercel Pro liegt bei 20 $ pro Monat und Nutzer. Hetzner-VPS für eigenes Hosting startet bei 4 € pro Monat. Domain ab 12 € pro Jahr. Plus optional: Plausible/Umami Analytics ab 0 € (selbst gehostet) oder 9 €/Monat (Cloud).
Realistische monatliche Gesamtkosten für eine KMU-Site: 0–25 € bei optimiertem Setup, 30–80 € bei Vercel Pro + Cloud-Analytics + monatlichem Monitoring.
Was Wiener KMU oft nicht eingerechnet bekommen
Versteckte Kosten
Drei Kostenpositionen, die in unter 50 % der Angebote auftauchen, aber realistisch anfallen:
- Plugin- und Theme-Lizenzen bei WordPress-Setups (typisch 100–300 € pro Jahr)
- Größere Updates etwa alle 18–24 Monate, weil Sicherheitspatches Layout-Anpassungen erzwingen können
- Hosting-Migration wenn der Anbieter wechselt — 200–800 €, oft komplett übersehen
Vendor-Lock-in bei Wix, Webflow, Squarespace
Diese Plattformen sind schnell aufgebaut und sehen für Laien attraktiv aus. Was selten erwähnt wird: Sie können die Site nicht ohne Re-Build zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Webflow exportiert HTML, aber kein funktionsfähiges System. Wix exportiert gar nichts. Bei einem Wechsel nach drei Jahren zahlen Sie die Site quasi neu — und haben die Lizenzkosten der drei Jahre dazu (Wix Premium: ab 17 € pro Monat = 612 € über 3 Jahre).
Bei einer Custom-Lösung mit Next.js, Markdown oder Headless-CMS gehört der Code Ihnen. Sie können den Anbieter wechseln, ohne von vorne zu beginnen.
Was Sie selbst beisteuern müssen
Auch das günstigste Angebot kostet Sie Zeit:
- Inhalte schreiben oder bereitstellen (oft 2–8 Stunden pro Unterseite)
- Bildmaterial (Stockfotos sind selten passend, Eigenfotos brauchen Planung)
- Logo und Brand-Guidelines (falls noch nicht vorhanden, separate Designerleistung)
- Domain-Recherche und -Kauf
- Feedback-Runden während des Projekts (typisch 4–10 Stunden)
Realistisch sollten Sie 15–40 Stunden Eigenleistung einplanen, je nach Site-Größe.
Wie 1020.dev kalkuliert
Wir veröffentlichen unsere Preise — anders als der Wiener Marktstandard. Aktuell (Stand 2026):
| Position | Preis (netto) |
|---|---|
| Onepager | ab 700 € |
| Jede weitere Seite | ab 250 € |
| SEO-Optimierung | ab 350 € |
| AEO-Optimierung | ab 400 € |
| Backend / API-Anbindung | ab 2.000 € |
| Automatisierung / Workflow | ab 3.000 € |
| Analytics & Monitoring | 20 €/Monat |
Die vollständige Preisliste mit Beschreibungen finden Sie hier. Audit und Erstgespräch sind kostenlos.
Was Sie heute tun können
Wenn Sie konkret wissen wollen, in welchen Bereich Ihr Projekt fällt: Schreiben Sie uns 3–5 Sätze zu Ihrem Vorhaben (was, für wen, wie viele Seiten ungefähr), und Sie bekommen typischerweise innerhalb eines Werktages eine Preisrange mit ±20 % Genauigkeit zurück. Bei komplexeren Projekten folgt ein 30-Minuten-Call, danach ein detailliertes Angebot.
Alternativ: Audit-Widget auf der Service-Seite liefert Ihnen in unter einer Minute eine AEO-Bewertung Ihrer bestehenden Site und macht klar, ob ein Relaunch nötig ist oder ob eine reine Optimierung reicht.
FAQ — Häufige Fragen zu Website-Kosten in Wien
Was ist die günstigste Website, die wirklich funktioniert?
Eine professionelle Custom-Onepager-Lösung beginnt bei 700 €. Darunter (zum Beispiel Wix-Setups für 200 €) bekommen Sie Templates ohne Eigentum, mit Vendor-Lock-in und meist mit ungeeigneter Performance. Für einfachste Use-Cases (Visitenkarte ohne Anspruch auf SEO) reicht das, für KMU-Auftritte mit Conversion-Anspruch nicht.
Was kostet die Wartung pro Jahr?
Bei einer statisch generierten Next.js-Site (1020.dev-Standard): typisch 200–500 € pro Jahr für punktuelle Inhaltsupdates und Sicherheits-Patches. Bei WordPress-Sites: 600–1.500 € pro Jahr — höher wegen Plugin-Updates, Security-Reviews und periodischen größeren Upgrades.
Gehört die Website mir nach dem Projekt?
Bei 1020.dev: ja, vollständig. Sie bekommen den Quellcode in einem Git-Repository, alle Zugänge, und können den Hosting-Anbieter jederzeit wechseln. Bei Wix, Squarespace und Webflow: nein — die Site lebt auf der Plattform und kann nur eingeschränkt exportiert werden.
Lohnt sich Schweizer Hosting für österreichische Sites?
Selten. Vercel oder Hetzner-Server in Frankfurt oder Wien liefern bessere Latenz für AT-Nutzer als Schweizer Anbieter. Schweizer Hosting macht nur Sinn, wenn Sie spezifische CH-Regulatorik erfüllen müssen — was für 99 % der österreichischen KMU nicht der Fall ist.
Wann lohnt sich eine Custom-Website gegenüber WordPress?
Faustregel: ab einem realistischen Site-Wert von etwa 4.000 € Investitionssumme oder bei spezifischen Performance-Anforderungen (Lighthouse 100, Sub-Sekunden-LCP). Darunter ist WordPress mit gutem Theme oft die pragmatischere Lösung. Mehr zur Abwägung im Vergleich WordPress vs. Next.js.
Was eine Website kostet, hängt nicht in erster Linie davon ab, wer sie baut, sondern was sie leisten soll. Eine ehrliche Pricing-Diskussion am Anfang spart auf beiden Seiten Zeit — Sie wissen, ob das Budget passt; wir wissen, ob das Projekt zu unserem Setup passt. Beides klärt sich in einer halben Stunde.